21 Januar 2007

Obwohls jetzt ja schon ganz schön aufs ende zugeht dachte ich, schreib ich nochmal was über meine letzten Ausflüge - in der Zeit rund um den Jahreswechsel war ich mehrere Male in Suzhou, einer etwas besinnlicheren Stadt eine Autostunde von Shanghai entfernt. Suzhou hat knapp über 6 Millionen Einwohner und ist weithin bekannt für seine Gärten und sein Wassergrabensystem (s.u.), weswegen es öfters als Venedig des Ostens bezeichnet wird.

Suzhou und Hangzhou, wo ich im Januar auch noch gewesen bin, werden von den Chinesen hingabevoll als der Himmel auf Erden bezeichnet - "in heaven there is paradise, on earth suzhou and Hangzhou".
Bei meiner ersten Suzhoureise war ich ja nicht wirklich aus dem haus gekommen (weihnachten, backen und so), bei meinem zweiten Versuch hatte ich ordentlich Pech mit dem wetter, es regnete Bindfäden. Suzhou hatte aber trotz dem schlechten wetter immer noch eine (melancholische) schönheit..

Als erstes besuchte ich einen der berühmten gärten suzhous, den garten der meister der netze. viele der gärten habe eine eigene geschichte, oft haben reiche staatsdiener versucht sich ein paradies zu kreieren - paradise tailormade. es mischen sich unterschiedlichste orte, die alle für eine bestimmte beschäftigung des gartenbesitzers angelegt wurden. schön wars.

danach laufe ich mir die füsse kaputt, kenne dafür aber bald den stadtkern von suzhou auswendig - diese fakeschuhe sind definitv keine wanderstiefel - grr.
Hier eine der vielen gartenanlagen die neben den brücken und den langen allee-artigen strassen das bild von suzhou prägen.
Literatenmädel ?

Eine andere parkanlage - der schön und direkt am grossen kanal gelegen! hier an suzhou fließt nämlich auch der längste kanal der welt vorbei - knapp 2000 kilometer lang ist der und geht von hangzhou im süden shanghais bis hoch nach peking.

The grand channel..
...und ein nebenarm..

Am Ufer des großen Kanals zieht sich die alte Stadtmauer um den Stadtkern..

Dieser hübsche Turm auf der Stadtmauer wacht am Ufer des Kanals über die Stadt.
Etwas ausserhalb der Stadt war ich auf dem Hu Shan. Auf deutsch heisst das Tigerberg - auf ihm ist der Gründer der Stadt begraben, unter seiner Pagode wird sein Ruhestätte der Erzählung nach von zwei weißen Tigern bewacht :- )

Zum Abschluss noch ein paar Bilder aus der Innenstadt:
Einkaufsstraße - hier is einiges los (wie auch sonst... ;-)..

Traurig: Ein KFC versteckt sich in diesem alten Gebäude..

Guguuu :-)

... und zum Abschluss:

09 Januar 2007


Hier, neidisch?! Direkt am Peoples Square steht unter anderem das Radisson Hotel, auf dessen Kopf eine ufomäßige Kuppel sitzt. in der Kuppel hats ein Restaurant, das sich hoch über der stadt dreht, so dass man einen grandiosen rundum panoramablick spendiert bekommt ohne dieses ordinäre rumgelatsche :-P

nachdem wir das ding kurz besichtig haben fahren wir mit dem vergoldeten Fahrstuhl noch 2 etagen höher in die obere Hälfte der Kuppel - hier befindet sich eine kreisförmige Bar mit Glasdach, in der Mittel spielt später abends eine Jazzband, die preise sind natürlich hammerhart, aber dafür begießen wir (diesmal bin ich mit zwei anderen SAP-Praktis alias Basti und Carmen unterwegs, wir haben uns grad kennengelernt) in luftiger Höhe den Moment mit nen eiskalten Guiness Schwarzbier!


Carmen hat sich für nen Cocktail entschieden, sie weiss nicht was ihr entgeht ;- D


Tagsüber waren Basti und ich im Shanghai Municipal Planning Center - hier steht u. a. ohne scheiss eine riesige nachbildung der shanghai innenstadt, die ständig auf dem neuesten stand gehalten wird - hier wird einem nochmal so richtg klar was 40000 Quadrateinwohner und 19 Mio Shanghaier eigentlich so heisst:


In der Mitte der Huang Pu - im Vordergrund Pudong, hier waren vor nur 20 Jahren noch Wiesen und Farmland, ist das krass?

Der kleine Fluss der nach oben (westlich) fließt is der Suzhou Creek, rechts (nördlich) davon muss irgendwo mein Compound stehn!

Der Abend: Langsam sinkt die Sonne über Pudong...

Eigenartig wie ich mich hier eingelebt habe und wie schnell alles ging - in 5 Wochen geht es schon wieder zurück nach Deutschland!

Bis bald, Freunde, Männers, Ladies und überhaupt - freue mich auf euch !!

Weihnachten...2006 in Suzhou / Shanghai

Ich war das (vor-)weihnachtliche Wochenende das erste Mal in Suzhou, der beschaulichen 6million seelen stadt ein autostunde entfernt von Shanghai. Suzhou hat mit seinen zahlreichen Kanälen einen Hauch Venedig, ist insgesamt eine sehr feine stadt die leben und ruhe zugleich ausstrahlt, doch mehr dazu später!

Mein Plan für Weihnachten:
Samstag in Suzhou mit Familie Hube einen Hauch europäische Weihnachten genießen, lecker plätzchen backen und in weihnachten reinfeiern, sonntagmorgen zurück nach shanghai fahren, nachmittags mit Marion und Berny ne internationale Christmesse besuchen, danach zutaten fürs geplante leckere Käsefondue kaufen und dann besinnlich mit freunden käsefondue und rotwein genießen....

Mein Weihnachten:
Samstag in Suzhou war ziemlich klasse und ganz nach plan! Ein paar Impressionen:

Andi und Sohn Richard starten die Weihnachtsbäckerei..

Während wir zwei beiden noch ne runde posen...


Danach übernehme ich die Regie...


...


Richard hat das Backen noch nicht 100%ig im Blut, dafür war er teilweise kaum zu stoppen - auf in die Teigschlacht...


...und ab in den Ofen xD


...mjamma!!

Leider hat mein Körper am abend wieder zurückgeschlagen - Kopfschmerzen und Übelkeit, dazu Magenschmerzen und Durchfall, so lob ich mir das *aechz*

Am 24ten habe ich dann beschlossen mal wieder aufs lazarett zu gehen, englische rechnung stellt abe rnur die worldlink klinik in shanghai aus, also auf zum bahnhof, der mir leider keine fahrkarte für ne sofortige rückfahrt bieten kann, sondern erst für 16 Uhr - zu der Zeit wollten wir eigentlich in Sha in der Kirche sitzen... die verpasse ich, ebenso wie das einkaufen, käsefondue wär gefühlsmäßig eh grad der sprung von der klippe was meinen magen angeht *heul!* komme dann abends in shanghai an und kriege für heiligabend 19uhr nen termin beim arzt- die schwestern begrüßen mich mit ihren roten weihnachtszipfelmützen, untersuchung, blutbild, alles i. O. , auf einmal gehts mir deutlich besser. dann 9uhr abends komme ich nachhause und weihnachten beginnt - ruhig besinnlich und in kleiner runde, bei käsefondue und rotwein - dazu weihnachtslieder von der platte (www.baidu.com sei dank!). Ein auf jede art anderes Weihnachten, aber am ende doch noch schön.. :-)

Hullaaaa, flöhliche Weihnachten evelybody !! :- ))

13 Dezember 2006

Hi Leute, hier kommt Tibetreport II mit ner menge frischen pics - live und in farbe!! Also angeschnallt, mit obiger fahrkarte gehts ab nach Lhasa. wie man unschwer erkennen kann nehmen wir im Wagon 2 platz und genehmigen uns dort das Bett nummer 13. da wir hardsleepertickets haben sind in jedem abteil 6 betten, 3 auf jeder seite. mit der karte duerfen wir das bett in der mitte benutzen wie man ebenso leichtfuessig an dem "Zhong" ganz rechts unten auf der karte erkennen kann ;)

Ab geht die wilde fahrt, hier sind wir schon so ca. 4 Stunden unterwegs und von grosstadt kann keine rede sein, teilweise kommen wir an richtigen canyons vorbei.

...und an malerischen Seen, schön grün alles hier!


alles im grünen bereich auch bei mir und unserm donnerross.

Die ersten 35 stunden sind vorbei und wir sind in Langzhou angekommen - berny verleiht seiner freude ausdruck..

..ich auch.

Wieder 15 stunden später sind wir bereits auf der tibetischen hochebene und kurz vor dem höchsten eisenbahnpass der welt - im hintergrund sind die ersten 6000er.

unser hotel verbietet overdrinking, fighting, smuggling, und als waere das nicht genug auch noch illegale aktivitäten, arrgh!

wir schauen uns die stadt an, noch geht es mir gut. lhasa besteht aus einem chinesischen und einem traditionellen tibetischen viertel. das bild kommt aus dem traditionellen teil, der tag und nach pulsiert - einheimische und reisende aus der ganzen region, selten ein Lao Wei (fremder).

Am nächsten Morgen bin ich krank (siehe weiter unten), deswegen kann ich nicht an der 2tägigen fahrt nach shigatse teilnehmen die unser programm vorsieht. hier sind paar bilder von bernard und andi:

...outdoorbilliard.

Jööör, hit the road!

allzuoft is kein durchkommen, schafe oder yaks gehen auf der hauptstraße joggen oder shoppen oder was bei denen sonst so anliegt...

....Yaks :- ))

In Shigatse ist der Hauptsitz des zweiten großen Geistlichen im Tibet: des Panchen Lama.

Nach fast 2 tagen bettruhe und dem arztbesuch geht es mir besser und ich erkunde Lhasa und die Umgebung auf eigene faust.

wir haben ein mir unbekanntes spiel gespielt, deswegen ich habe immer verloren :(

hier um Lhasa und shigatse liegen die bedeutendsten klöster der tibet-buddhistischen lehre. rot sind die farben des dalai lamas, gelb die des panchen (hoffe das war jetzt richtig!). Ich besuche die Klöster, lerne einen jungen Mönch kennen und darf mit ihm in seinem Haus tee trinken!

Am nächsten tag gehe ich mit bernhard und Andi zu tibets wahrzeichen in der welt: dem Potala

Wir sind bestimmt 3 stunden in dem beeindruckenden Bauwerk - für mich ein unglaubliches gefühl!

Panoramafoto, klickt mal drauf - müsste dann gut zu erkennen sein ;- )

Specialeffects, bernhards brille als spiegel für meine hut-poserhood vor beeindruckender kulisse.

Am Nachmittag wartet schon das 2te Wahrzeichen von Lhasa auf uns: der Jokhang Tempel, ebenso ein teil vom spirituellen Herz des Tibets!

Nochmal ein Panorama.. der Mönch unten links hat sich grade per Handy zum Essen verabredet :)

Jaaaa, 3ter tag im Tibet, 6ter tag on the road - hut und besitzer passen sich langsam aneinander an :-P

Abends feiern in einem der zwei tibetischen clubs in lhasa - spannend, und irgendwie auch ein teil Kulturerlebnis :- ).

Am nächsten morgen besichtigen wir zu dritt das grösste tibetische kloster, dass über lhasa in der berghang gebaut ist:

...

...!

Überall im Tibet wehen Gebetsflaggen im Wind. Auf ihnen sind buddhistische gebete in form von tantren geschrieben. Man sagt, dass die flaggen, wenn sie beginnen zu wehen, zum leben erwachen und anfangen die gebete zu sprechen (das knattern der flagge im wind).

Nachmittags fahren wir zurück nach Lhasa und besuchen den Barkhor Zirkel, der zentrale Pilgerkreis rund um den Jokhang Tempel, den tägliche tausende im Uhrzeigersinn durchschreiten und ihre gebetsmühlen sprechen lassen. auf dem boden liegen stofftücher, auf denen tibeter beten (wie auf dem Bild im Vordergrund zu sehen):

Eine der Möglichkeiten, im Tibet Nahziele anzusteuern: Das Bauerntaxi - auf diesen treckern ist platz für 6-8 leute. die sitze sind hart, dafür gibts frische luft (wie fast überall im Tibet!)

Am letzten tag teilen wir drei uns auf und nehmen uns verschiedene ziele vor: Ich habe mir für den letzten tag ein auto gemietet, das mich raus aufs land bringt - ich will unbedingt noch einmal die fantastische Landschaft genießen, die tibet bietet:

Dieses Panorama heisst Yamdrok-See, ein Bergsee auf ungefähr 5000 Metern Höhe. Bei Sonne schimmert der See teils türkis, teils violett - ein traum..

Am nächsten Tag wird sich andi wieder in den zug setzen und die strecke diesmal auf hardseater (55std harter sitz :- ) zurücklegen, bernhard wird ab lhasa airport über chengdu nachhause fliegen, und ich werde über Xi An zurück nach Shanghai fliegen, während mein gepäck es nur bis nach Xi An schafft - exquisit!

Soo, verehrte Kegelbrüder - das wars mal wieder! Cheers & bis bald, Hannes